Was bedeutet Dithering?

Mit Dithering (englisch für zittern, schwanken) bezeichnet man eine Technik, um bei Computergrafiken fehlende Farben durch vorhandene zu ersetzen. Dabei werden einzelne Farbpunkte so gezielt zwischen andere Farbpunkte gestreut, dass für das menschliche Auge der Eindruck einer nicht vorhandenen Farbe entsteht.

Um Speicherplatz zu sparen, wird bei Computergrafiken häufig mit Farbreduktion gearbeitet. Dabei werden die Echtfarben auf die speicherbaren Farben, also zum Beispiel auf 256 oder gar 16 Farben, reduziert. Durch dieses Verfahren entstehen scharfe Abstufungen zwischen den verschiedenen Farben. Um diese Abstufungen abzuschwächen und für das Auge praktisch unsichtbar zu machen, wird die Grafik vor der Darstellung „gedithert“.

Es gibt viele verschiedene Algorithmen für das Dithering. Manche davon arbeiten mit einer Fehlerstreuung, wobei Rundungsfehler auf benachbarte Bildpunkte übertragen werden, um eine bessere Darstellung zu erreichen als beim Ordered-Dither-Verfahren, welches mit einer starren Maske arbeitet. Heute spielt die Farbreduktion und damit auch das Dithering eine immer geringere Rolle, da moderne Grafikkarten und Bildschirme die Darstellung von Echtfarben unterstützen.